Ab in’s Körbchen mit euch!

Das Glück muss nicht auf der Straße liegen. Manchmal wächst es auch auf dem Waldboden.

von Roland

 

Mein letzter großer Ausflug ins Grüne war spannend und erholsam gleichzeitig – leider brachte er nicht die gewünschte Ausbeute: essbare Pilze in rauen Mengen und in vollen Körben! Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, schließlich gilt: Pilzzeit ist die Jahreszeit zwischen Sommer und Herbst. Und wie jede Jahreszeit will stadtlandflow auch diese richtig auskosten.

 

violetter_Pilz

Na Kleiner, wie heißt du denn? Wir vermuten: Violetter Lacktrichterling, lassen ihn aber stehen … (Foto von A Cat in a Pan)

 

Wenn es nicht mehr ganz warm draußen ist, aber es schon genug geregnet hat, macht das Suchen am meisten Spaß. Klar, Pfifferling und Parasol findet man auch schon ab Mai, eigentlich kann man in jedem Monat des Jahres mit ein bisschen Glück Sorten finden, aber für mich ist es eindeutig ein Ritual für die Zeit ab Mitte September, wenn man den Sommer erst ganz langsam verabschiedet. Jetzt ist also gefühlt schon Pilzhochsaison, aber a bisserl was geht immer noch (in’s Körbchen).

pilzapp

Pilzerkennung im Digitalen Zeitalter? Geht app! (Foto: A Cat in a Pan)

 

Ich würde mich nicht als Experten bezeichnen, deshalb ist es vorweg wichtig, dass man jemand an seiner Seite hat, der sich auskennt. Oder mit einem Pilzkenner spricht – oder sogar seine Beute sogar zu einem Pilzsachverständigen bringt, der einem mit Sicherheit sagen kann, was man davon wirklich ruhigen Gewissens essen kann. Man kann auch in einen speziellen Kalender schauen, aber da viele Esspilze giftige Gegenparts haben, sollte man sich vielleicht nicht auf Bilder im Netz verlassen. Und eigentlich ist es ja auch schön, sich persönlich von einem erfahrenen Menschen in die gar nicht mal  soo schwierige Kunst einweihen zu lassen. Vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe VHS-Kurse oder Freunde kennen sich aus und nehmen Euch mit in die Pilze? Ich hab damals viel von meiner Freundin Alex und ihrem polnischen Mitbewohner Lukasz (Spitzname: der Pilzfanatiker) gelernt.

Schwammerl

Serviervorschlag für’s Foto – den Parasol braten wir später an – mit Paniermehl, wie ein Schnitzel! (Foto: A Cat in a Pan)

 

Diesmal habe ich mir vor allem kulinarische Unterstützung geholt: Sarah, die mit A Cat in a Pan einen kulinarischen Reiseblog betreibt, war mit am Start – mit Korb und stilechtem Opinel-Pilzmesser. Als wir mit großer Freude nach ein paar Stunden im Wald einen vollen Korb mit Parasole und Maronen hatten, machten wir auf dem Rückweg von unserem Fundort in der Nähe von Lüneburg im Schrebergarten Stop-Over – und brutzelten mit dem Gaskocher superleckere Bruschetta, quasi selbstgefangen … Aber schaut doch einfach selbst – und folgt dem Fuchs!

Utensilien

Der Magen knurrt, Waldspaziergänge machen hungrig – aber gleich gibt’s ja was! (Foto: A Cat in a Pan)

 

Sarahs Rezept:

(für 2 Brote)
1 Handvoll Waldpilze (oder einfach Kräuterseitlinge)
2 Scheiben Graubrot
1 Knoblauchzehe
1 El Olivenöl
1 El Thymian, fein gehackt
Salz, Pfeffer

Brot_anroesten

Pilzpfanne, selbstgefangen! (Foto: A Cat in a Pan)

 

Knoblauch zerdrücken und in Olivenöl anbraten. Die beiden Brotscheiben dazugeben und von jeder Seite goldbraun rösten.
Aus der Pfanne geben. Die Pfanne eventuell auswischen.
Die Pilze in Streifen schneiden und in der Pfanne ohne weitere Ölzugabe etwa 4 Minuten anbraten. Den fein gehackten Thymian hinzugeben. Erst zum Ende der Garzeit etwas Olivenöl hinzufügen, sowie salzen und pfeffern.
Die Pilze auf den angerösteten Brotscheiben anrichten.

Übrigens: Manche mögen es lieber, den Schwamm in Maronen zu entfernen, da die sonst etwas arg glibberig werden (vong Konsistenz her…) – war diesmal nicht nötig. Guten Appetit!

Pilzbruschetta

Und jetzt: Guten Appetit!! (Foto: A Cat in a Pan)