stadtlandwas!?

Oft blicken ja Leute, die auf dem Land großgeworden sind, mit nichts als Verachtung auf ihre Dorfkindheit und -jugend zurück. Nach dem Abi hauen sie spätestens ab nach Berlin, Hamburg oder Köln und erzählen gern, dass sie da nur noch ganz selten zu Besuch sind und nie, nie wieder dort leben möchten. Lachen über Schützenfeste, verdrehen die Augen über die vermeintlich lamen Jobs ihrer ehemaligen Mitschüler. Auch ich zog vor vielen Jahren fort, weil mir die dörfliche Enge schon als Kind zu klein war, weil mich das Leben in der Stadt schon immer faszinierte.

Je älter ich wurde, desto lieber fuhr ich wieder zurück auf’s Land – ja vermisste es schließlich wie eine verlorene Liebe. Verbrachte regelmäßig immer mehr Zeit dort und fragte mich, weshalb auch ich immer so verächtlich über meine alte Heimat und das Leben dort gesprochen hatte. Meine längst verpixelten Hamburger-Großstädteraugen kriegten wieder in den Blick, wie heilsam es ist, abzuschalten & das Freie zu suchen. Sich sogar zu langweilen. Das pralle Leben im Schanzenviertel wollte ich nicht aufgeben, was jetzt? Zweitwohnsitz auf dem Land? Zu teuer! Hälfte hier, Hälfte in meiner alten Heimat? Zu weit, zu viel Eltern. Also fing ich an, gezielt Ausflüge zu machen, Auszeiten zu nehmen, auf Reisen die Einöde oder zumindest Naturnähe zu suchen.

Von dieser Sehnsucht und dieser Suche handelt stadtlandflow: Der Versuch, beides zu leben. Wie man Großstädter und Landkind gleichzeitig ist. stadtlandflow soll eine Inspirationsquelle sein – mit bewusst langsam erzählten Geschichten meiner Sicht auf die Dinge. Auf stadtlandflow schreibe ich darüber, wie ich als Stadtmensch näher mit der Natur in Berührung komme – und mich wieder so leicht fühle, wie damals als Kind, als man den ganzen Tag im Freien verbracht hat. Kommst Du mit? stadtlandflow ist auch eine Annäherung an meinen Vater Theo, der als Jäger und Waldpädagoge schon immer versuchte, mir den Wald und die Natur näherzubringem (lange Zeit erfolglos). Als schlauer Silberfuchs kommt er  hier zum Einsatz: Frag Theo.

#mehrdraußenwenigerbullshit

Roland Rödermund

Roland

Ich bin Roland Rödermund, freier Journalist – und habe stadtlandflow gegründet, nachdem ich mal beim Wandern auf La Gomera mal verlaufen hatte und mich fragte, wieso ich nicht mehr über „da draußen“ schreibe. Als Autor und Reporter interessiere ich mich für viele Themengebiete – von Reisegeschichten, Glossen und Zeitgeistgeschichten über Interviews und Portraits von Schauspielern, Künstlern, Promis… Inzwischen sehe ich das nicht mehr als Widerspruch, sondern als Bereicherung. Bis 2017 arbeitete ich knapp zehn Jahre als Kinoredakteur, dann Chefreporter und Ressortleiter. Dann machte ich mich selbständig, um so zu arbeiten, wie es mir mehr entspricht: Fern vom Büroalltag. Ich lebe mitten in Hamburg und immer öfter in meiner alten Heimat, einem Dorf in Südwestfalen. Am Rand des Sauerlands wurde auch meine Liebe zur Natur geboren: Mein Vater ist Waldpädagoge, Jäger und Naturfreak. Für mich gibt es kein besseres Rezept gegen schlechte Laune als einen Waldspaziergang.

Wenn Ihr Ideen oder Anfragen habt oder stadtlandflow erreichen möchtet, schreibt gern an moin@rolandroedermund.de

Ein paar der Geschichten hier sind von:

Anna

Anna Schunck ist Umweltschutz- und Slow-Fashionfan, Journalistin und Bloggerin. Auch auf stadtlandflow schreibt sie ab und zu als Autorin aus ihren beiden Wohnorten Berlin und Brandenburg. Anna möchte jeden Tag schaukeln. Ihre Lieblingsjahreszeit ist der Herbst, ihre Lieblingstageszeit die Dämmerung.

Marthe

Marthe Louisa Kröger ist Autorin und Redakteurin. Die Hamburgerin hat es nach Oberbayern verschlagen. Von dort schreibt sie für stadtlandflow über Berge, Bier und die bayrische Natur. Sie erreicht beim Wandern immer als letzte die Alm – die Blumen am Wegrand sind einfach zu interessant.

Kontakt

Roland Rödermund
moin@rolandroedermund.de