Ahoi Williburg

Pssst, Geheimtipp: Abkühlung & Industrieromantik am kleinen Finkenrieder Strand

Weniger Stufen, als aus der Froschperspektive gedacht: Die Deichtreppe

Finger hoch, wer auch alles beim Elbbrücken-Überqueren immer so ein euphorisierendes und leicht erhabenes Gefühl bekommt! Für Euch hab’ ich da was: Den Blick kurz über Hamburg, das auf der Elbinsel gelegenen Wilhelmsburg, die Veddel und die entfernten Hafenkräne schweifen lassen – für uns Hamburger und alle, die die Stadt besuchen, gehört die Kulisse so sehr zur Hansestadt, wie das Franzbrötchen oder der Michel. Bei jeder Radtour durch „Williburg“ und bei jeder Heimkehr mit dem Auto oder Zug, überwältigt mich diese Kulisse. Industrieromantik in ihrer schönsten Form!

Das Stückchen Elbstrand… klein, aber mein (heute zumindest)

Der kleine Elbstrand beim Finkenrieder Hauptdeich bietet quasi best of both worlds: Während man die Füße im Sand verbuddelt, schaut man durchs Schilf auf die Süderelbbrücken und sieht die Züge vorbeifahren. Als ich die Deichtreppe herunterflaniere, freue ich mich augenblicklich über den sehr nahen und sehr übersichtlichen Sandstrand. Mein Date mit dem „Industriestrand“ fällt auf einen Sonntagabend, es gibt also kaum Leute, mit denen ich ihn grad teilen müsste.

Ein Reiher gleitet geräuschlos vorbei, das Schilfgras am Elbufer wiegt sich sanft im Wind – aber alle paar Minuten rattert ein Zug vorbei und die Autobrücke – zwischen Harburg und Wilhelmsburg liegen vier Süderelbbrücken nebeneinander – gibt ihren akustischen Senf dazu. Bitte sehr: Sommer in der Stadt!

Muss sein: Kurze Abkühlung

Dann lieber Abtauchen? Offiziell ist das verboten, Warnschilder weisen auf den Dreizack der tödlichen Gefahren beim Schwimmen hin: Sog, Wellenschlag und Strömung. Ich gehe bis zum Bauchnabel rein und tauche einmal unter, das soll für heute reichen. Aber die Elbbrückenkulisse lässt sich ja auch prima vom Strandtuch aus bestaunen. Mein Buch (sehr zu Empfehlen für Ausflüge jeglicher Art: Robert Seethaler, „Das Feld“) bleibt unberührt daneben liegen, zum Lesen brauche ich leider strikte Ruhe oder Oropax…

Und so sieht’s aus der Vogelperspektive aus…

Mein Fazit am Ende des kleinen stadtlandflow-Ausflugs: Für zwei Stündchen Abliegen und am Wasser sitzen ist der Finkenrieder Hauptdeich ein ziemlich guter Fleck, aber eher wenn es nicht zu heiß ist, denn dann will man ja lieber richtig schwimmen oder zumindest baden. Allerdings ist das hier nichts für Lärmempfindliche – denen würde ich lieber die Hetlinger Schanze empfehlen!

Ich so, wenn ich am Elbstrand war

Infos: Entweder nimmst Du von Hamburg City aus die S-Bahn bis Wilhemsburg und dann den 152er Bus bis Friedhof Finkenried (vom U/S-Bahnhof Sternschanze bist Du dann so 45 Minuten unterwegs, das Auto (man kann kurz vorm Deich, im Finkenrieder Deichweg parken) – oder natürlich das Rad, das schafft man locker unter einer Dreiviertelstunde (ich gehe als Startpunkt immer von der Sternschanze aus, weil ich dort wohne). Viel Spaß!

Beitrag teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.